Zirkularatmung / Push

Eine weitere Ausprägung der Zirkularatmung ist die sogenannte „passive Atmung“. Dieser Begriff suggeriert etwas, das so nicht ganz richtig ist: nämlich, dass du hier gar nichts tun müsstest. Im Gegensatz zum pull breath erfolgt hier jedoch ein push oder bounce breath: Beim Ausatmen wird Luft im ersten Schritt mit einem (sehr aktiven) kräftigen Stoß durch den Mund ausgeatmet. Dabei füllt sich automatisch dein Mundraum mit Luft, deine Wangen werden geweitet, wenngleich auch deutlich weniger als bei einer ausgeprägten Wangen- oder Kieferbewegung, wie beim pull breath beschrieben. Nach diesem push, der eine aktive Anstrengung erfordert, wollen die sich aufgeblähten Wangen von alleine (hier kommt der passive Gedanke ins Spiel) in ihre engere Position zurückspringen. Das ist ein wenn auch nur sehr kurzer Moment des Ausströmens von Luft aus dem Mundraum, in dem du die Lippen weiter am Flattern halten sollst. Durch den push hast du zudem das Zwerchfell nach oben in Richtung Lunge gedrückt, und auch das möchte wieder von allein in seine ursprüngliche Ruhelage weiter unten zurück. Das ist der Moment, die Luft wie von selbst durch die Nase in die Lungen strömen zu lassen: Die Zwerchfellbewegung zieht sie ein.