Stimme

An der Tonlage des Didgeridoos und damit an seiner Grundfrequenz können wir so gut wie nichts ändern (wir müssten es dazu kürzer oder länger machen). Die Obertöne jedoch können wir manipulieren, indem wir mit der Zunge Vokale formen, gerade so, wie wenn du „u-o-a-e-i“ flüsterst. Natürlich sind auch „ä-ö-ü“ oder „eu-ai-ei-ui“ oder sonstige Vokalkombinationen möglich und hören sich am Didgeridoo jeweils recht unterschiedlich an.

Wieder anders klingen diese Vokale, wenn du sie nicht flüsterst, sondern unter Einsatz deiner Stimmbänder ganz normal aussprichst. Die Stimmbänder modifizieren die ausgeatmete Luftsäule bereits am Kehlkopf, noch bevor die Zunge ihr Übriges dazutut. Am Didgeridoo nehmen wir dann einen knatternden Ton wahr, der sich deutlich von der geflüsterten Variante unterscheidet.

Die Stimme ist aber noch vielseitiger: Du kannst neben der sog. Bruststimme auch deine Kopfstimme nutzen oder deine Stimme bewusst tiefer klingen lassen. So gibt es auch abseits der Stimmmittellage einiges zu entdecken. Darüberhinaus kannst du auch am Didgeridoo singen oder schreien, und all das lässt sich auch noch in der Lautstärke verändern. Die drei Parameter Stimmlage, Stimmnutzung und Lautstärke bilden also ein komplexes Modifikationsgeflecht, das dein Spiel gravierend und hörbar beeinflusst.