Tipps zum Didgeridoo-Kauf

Prinzipiell gilt:

Kaufe niemals ein Didgeridoo, ohne es selbst gespielt zu haben! Ich biete meinen Schülern immer mal wieder Didgeridoos an. Es sind einfache und kostengünstige Einsteigermodelle aus Bambus, Teak, Jackfruit, aber auch welche aus Eukalyptus dabei.

Meine Empfehlung: Echte Arnhem Land-Sticks

Sucht man nach Händlern, die garantiert Originale aus Australien anbieten, wird man nur selektiv fündig. Ich favorisiere Michiel Teijgeler in Apeldoorn, Niederlande. Die von ihm angebotenen Instrumente sind von unglaublich guter Qualität, stammen aus Arnhem Land, sind von dafür ausgebildeten Aborigines hergestellt und von dort ansässigen namhaften Künstlern bemalt, und sie sind ganz sicher authentisch. Da kann man nichts falsch machen. Natürlich haben diese dann auch ihren Preis, aber eine Stradivarius bekommt man auch nicht für 5 €.

Im Musikladen kaufen

Seriöse Musikalienläden bieten Didgeridoos an, meist aus Werkstätten, die passabel klingende Instrumente verschiedener Machart und Herkunft in verschiedenen Preis- und Qualitätsklassen produzieren. Für den Anfang sicher eine vernünftige Alternative.

Von Sammlern kaufen

Einiges Vertrauen mögen Spieler erhalten, die Instrumente aus ihrer Sammlung anpreisen. Oftmals werden große Sammlungen dann doch mal wieder verkleinert, und das ein oder andere Schätzchen mag dabei sein. Preislich werden diese Instrumente doch schon realistisch bewertet. Dennoch: Am besten ist, man zieht einen Experten hinzu oder zumindest jemanden, der etwas Ahnung von der Materie hat.

Von Privatpersonen kaufen

Bei Didgeridoos findet man (leider) zu viele in zu schlechter Qualität. Schaut man in die eBay-Kleinanzeigen oder in andere Präsenzen im Internet, ist die Fülle an aus Australien mitgebrachten und seither in der Ecke stehenden Instrumenten schier überwältigend. Die Qualität dieser „Instrumente“ ist es leider meistens nicht. Gleichwohl taugen einige davon als brauchbare Anfänger-Didges, vor allem dann, wenn man noch nicht weiß, wohin und ob man sich überhaupt irgendwohin entwickeln möchte und wird. Da ist für kleines Geld schon etwas Spielbares zu bekommen. Hier ist die meiste Vorsicht geboten: Die Art der Beschreibung des angepriesenen Stücks lässt ziemlich viel Rückschluss über das Nichtwissen des Verkäufers zu, und die Preisvorstellung scheint eine selbstgemachte Wissenschaft für sich zu sein. Zum Teil werden Preise aufgerufen, die jenseits des Marktwertes liegen, und wenn beide Seiten – Verkäufer wie Käufer – keine Idee haben, was sie da handeln, ist der Preis reine Willkür. Hier ist es schon fahrlässig, keinen Experten zu befragen: Denn überteuertes Brennholz muss man nicht erstehen wollen.