Allgemeine Effekte für die Gesundheit

Das Didgeridoo-Spielen greift in deinen gesamten Sprech- und Atemapparat ein. Um das Digderidoo also „richtig“ zu spielen, darfst du dir einige Dinge an deinem Körper bewusst machen und lernen, viele feine Muskeln und Mechanismen des Sprech- und Atemapparats zu koordinieren.

Das absichtliche und gezielte Ansteuern des Sprech- und Atemapparats hat dann positive Auswirkungen auf:

  • deine Wahrnehmung deines Körpers und deiner Emotionen, die dir bewusster werden,
  • deine Stimmlage und Atmung, die du verbessern kannst,
  • deine Art zu sprechen, die dich im Raum und in der Kommunikation präsenter werden lässt,
  • deine Gestaltung von Ruhephasen, die du deutlicher spüren und nutzen kannst,
  • deine Art zu meditieren, denn ein anderer Zugang zu Stille und Verbindung mit deinem Selbst öffnet sich.

Auswirkungen auf das Schnarchen und auf Apnoe

Es gibt Hinweise darauf, dass sogar Schnarchen gemildert und Schlafapnoe günstig beeinflusst werden soll. Medizinisch verlässlich und empirisch belastbar erforscht scheint das allerdings bisher nicht zu sein, und daher bewegt sich diese Annahme wohl eher im Bereich der individuellen Empfindung. Bei mir hat das Didgeridoo jedenfalls gewirkt: Ich werde nicht mehr von meinem eigenen Schnarchen geweckt und empfinde keine Atemnot mehr im Schlaf, was ich vor meiner Spielzeit durchaus kannte. Ob und wie das Didgeridoo bei dir wirkt, kannst du über die Zeit und nur mit Geduld und Üben herausfinden.


Effekte für das Meditieren

Das Didgeridoo-Spielen fördert eine wichtige Grundlagen zur Meditation, nämlich das bewusste Atmen. Eine gängige Praxis, um mit einer Meditation zu beginnen, ist die Beobachtung des Atmens und das bewusste Eintreten in einen Atemrhythmus. Die Tätigkeit des Zwerchfells von der des Brustkorbs zu differenzieren, lernt man beim Didgeridoo-Spielen sehr schnell. Auch die willentliche Kontrolle dieser beiden Atmungsaspekte werden hier eingeübt. Dies ist notwendig, um beim Spielen die Atmung eben genau dort in den Rhythmus des gespielten Stücks einbauen zu können, wo sie rhythmisch zwingend ist, und um das freie, insbesondere meditative Spiel, das sich ja durch lange und vorwiegend ruhige Passagen auszeichnet, überhaupt erst zu ermöglichen. Denn insbesondere dort muss man sehr genau auf die Atmenbedarfe des Körpers achten, damit nicht zu viel oder zu wenig Atmenluft in den Lungen das Wohlbefinden beim Spielen stört.